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Wenn ich eine Pflanze nennen müsste, mit der mein Rasen-Ärger 2019 angefangen hat, dann Löwenzahn. Im Mai war unsere Fläche eher gelb als grün. Ich habe in den Jahren danach ziemlich viel ausprobiert – hier steht, was davon etwas gebracht hat und was nicht.

Warum Löwenzahn überhaupt kommt

Löwenzahn keimt dort, wo Licht auf offenen Boden fällt. Jede kahle Stelle, jede dünne Stelle in der Grasnarbe ist eine Einladung. Seine tiefe Pfahlwurzel macht ihn dann schwer wieder loszuwerden – und aus jedem abgerissenen Wurzelstück treibt er neu aus. Das ist der Grund, warum reines Zupfen bei mir jahrelang nichts gebracht hat.

Was bei mir nicht funktioniert hat

  • Nur oben abreißen. Zwei Wochen später stand er wieder da. Die Wurzel bleibt, die Pflanze kommt zurück.
  • Flächig spritzen. Kurzfristig weg, aber die kahlen Stellen wurden sofort neu besiedelt – oft wieder von Löwenzahn.

Was funktioniert hat – einzeln, aber richtig

Bei einzelnen Pflanzen führt kein Weg am Ausstechen vorbei. Wichtig ist nur, dass die komplette Pfahlwurzel rauskommt. Ich nutze einen Unkrautstecher, gehe nach Regen ran (dann gibt der Boden nach) und ziehe langsam, damit die Wurzel nicht abreißt.

Das Loch danach fülle ich mit etwas Erde und säe sofort nach. Genau dieser letzte Schritt ist der, den ich anfangs immer vergessen habe – und der den Unterschied macht.

Der eigentliche Hebel: die offene Stelle sofort schließen

Nach ein paar Sommern habe ich verstanden, dass ich das Problem an der falschen Stelle bekämpft habe. Löwenzahn ist ein Symptom, kein Ursprung. Wo dichtes, kräftiges Gras steht, findet der Samen keinen Platz und kein Licht zum Keimen.

Seitdem stärke ich den Rasen konsequent – vor allem im Sommer, wenn er unter Hitze leidet und Lücken reißt. Ich dünge dafür mit dem BodenLiebe Sommerdünger. Klingt unspektakulär, war aber die Maßnahme, mit der der Löwenzahn bei mir von Jahr zu Jahr weniger wurde – ganz ohne dass ich mehr gestochen hätte.

Mein Ablauf, kurz zusammengefasst

  • Einzelne Pflanzen nach Regen komplett ausstechen (ganze Wurzel).
  • Loch mit Erde füllen und sofort nachsäen.
  • Rasen dicht halten: regelmäßig düngen, im Sommer nicht zu kurz mähen.
  • Geduld: bei mir hat sich der Unterschied über zwei Saisons aufgebaut, nicht über zwei Wochen.

Wenn du wissen willst, ob du überhaupt Löwenzahn vor dir hast oder etwas anderes, schau vorher ins Unkraut-Lexikon – die Behandlung unterscheidet sich je nach Art deutlich.

Was ich dafür benutzt habe

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